Als ich von New York zurückkam, ging von einem Moment auf den anderen mein Navi plötzlich nicht mehr an. Ich hab alles versucht, aber es war einfach komplett tot. Hab es dann Craig gezeigt und auch er wusste nicht, was ist, also hat er dann einfach ein neues bestellt. In den wenigen Tagen, in denen ich kein Navi hatte, bin ich überwiegend zuhause geblieben, weil ich hier sehr orientierungslos bin. Vor meiner Navi-Panne bin ich auch viele Wege für die Kinder noch mit Navi gefahren, also musste ich alles schön bei Google Maps raussuchen und mir die Wege rausschreiben. Irgendwie war das hilfreich, weil jetzt kann ich alle Standardwege, wie z.B. zu Karate, Gymnastics, oder Little Gym. Mit Navi achtet man halt überhaupt nicht auf die Straßen oder so, weil man ja doch nur den Anweisungen folgt. Naja, trotzdem bin ich froh, wieder ein funktionierendes Navi zu haben ;)
Am Donnerstagabend war es dann soweit: Isi ist zu mir gekommen. Ihre Familie aus Connecticut hat übers verlängerte Wochenende Verwandte in Washington besucht und da das ja sehr nah ist, haben sie ihr angeboten, sie bei mir abzusetzen. Es war dann eigentlich auch gar nicht mehr so ungewöhnlich sie zu sehen, da wir uns ja schon in NYC getroffen hatten. Am Donnerstagabend haben wir nichts besonderes mehr gemacht, weil es schon ziemlich spät war. Trotzdem haben wir bis nachts um 2 noch erzählt, weil es dann doch Nachholbedarf gab. Am Freitagmorgen hatte Justin eine End-of-the-year-Veranstaltung in der Schule und Amy hatte uns gefragt, ob wir Lust haben mitzukommen. Alle Eltern und teilweise noch Großeltern waren dann dort in der Schule und die Kinder haben erstmal ein Lied vorgesungen. War sehr süß, weil alle eine Sonnenbrille aufhatten und ein Lied namens "Mister Sun" gesungen haben. Danach haben die Erzieherinnen ein selbstgeschriebenes Gedicht vorgelesen, in dem jedes Kind einzeln mit seinen besonderen Eigenschaften vorkam. Und dann gab es erstmal Frühstück mit Bagel, verschiedenen Aufstrichen, Obst, Cookies und Muffins. Hätte ich jetzt von so einer Veranstaltung nicht unbedingt erwartet gehabt, aber okay^^ Als jeder dann genug gegessen hatte, sind wir in den Gottesdienstraum, oder wie auch immer die das da nennen. Also falls ich es noch nicht erwähnt habe, Justin geht auf eine ziemlich coole jüdische Privatschule. Und die Autos die da tagtäglich vor der Schule zu sehen sind, sagen eigentlich alles^^ Naja, jedenfalls hatte ich eigentlich bis zu dem Zeitpunkt noch gar nix von der jüdischen Kultur oder was auch immer mitbekommen, weil man das meiner Familie einfach überhaupt nicht anmerkt. Aber dort haben sie dann einen kleinen jüdischen Gottesdienst gefeiert. Eine Frau hat Gitarre gespielt und dann wurden die ganze Zeit irgendwelche Lieder auf Hebräisch und Englisch gesungen. Nach der "Predigt" von 4 Minuten durften dann die Erzieherinnen die Tora aus einem "Schrank" (komplett falscher Ausdruck, aber mir fällt gerade nichts besseres ein^^) rausholen. Dann sind sie damit rumgelaufen und die Kinder haben die Tora dann alle angefasst und geküsst. Das wars auch schon und wir sind mit Justin heimgefahren. Als wir um 6 Uhr dann fertig waren mit arbeiten, haben wir uns dann fertig gemacht und sind zum Rio gefahren und waren bei Guapos (mex. Restaurant) essen. War sehr schön und lecker. Ich liebe den Rio See ja sowieso schon, aber jetzt im Sommer ist es noch besser, weil da am Wochenende abends immer Bands spielen und man dann draußen sitzen kann. Man fühlt sich seehr wie im Urlaub. Leider wurden wir nach dem Essen aus dem Restaurant geworfen, weil wir zu lange sitzen geblieben sind.. Hier in den USA ist es sowieso ziemlich traurig, sobald du fertig bist mit Essen, kommst sofort der Kellner und bringt dir die Rechnung, weil die wollen, dass man so schnell wie möglich wieder geht. Es ist einfach nicht üblich, dass man noch länger sitzen bleibt und bisschen erzählt oder so, wie man das aus Deutschland geht. Wie gesagt, ich finde es sehr traurig und an besagtem Freitagabend kam dann sogar der Kellner zu uns und meinte dass wir jetzt gehen müssen^^
Am Samstag sind wir dann früh raus und mit der Metro nach DC gefahren. Es war extremst heiß an dem Wochenende, sodass sogar eine Hitzewarnung rausgegeben wurde, von der ich aber erst im Nachhinein erfahren habe. Ich hatte bisher die ganzen Sightseeingsachen in Washington noch nicht gesehen, insofern war ich froh, dass ich es mit Isi zusammen machen konnte. Sind von der Metrostation in Chinatown zum Weißen Haus gelaufen, was ziemlich cool zu sehen war. Außerdem haben wir uns noch das Washington Monument angeguckt und alles drumherum, also das Capitol und die ganzen anderen Gebäude, deren Namen ich nicht mal alle kenne ;) Uuund wir waren sogar im National museum of arts, was auch gut war. Bevor wir dann irgendwann wieder zurückgefahren sind, haben wir auch noch ein paar Geschäfte besucht. Abends musste ich leider arbeiten, also haben wir nur einen Film (Mother & daughter) geguckt.
Sonntag war Shoppingtag + Esstag. Morgens sind wir mit Ihop gestartet, wo man zum Frühstücken alles, von Pancakes bis Rührei kriegt. Danach gings zur Montgomery Mall und da haben wir dann geshoppt bis abends. War gut und erfolgreich ;) Zum Dinner waren wir in der Cheesecakefactory Pasta essen.
Montag war Memorial day. Eine ziemlich große Sache in den USA und vor allem auch in DC. An diesem Tag soll man den gefallenen und gegenwärtigen Soldaten gedenken. In DC waren Tage vorher schon Konzerte und jede Menge Veranstaltungen. Wir sind allerdings nur montags dann zur Parade wieder nach Washington gefahren. Da wir schon früher da waren, hatten wir uns noch ein schattiges Plätzchen reserviert, weil die Sonne an dem Tag einfach nur krankhaft gebrannt hat. Es war so unglaublich heiß! Bevor die Parade losging, sind überall Leute rumgelaufen, die kostenlose USA-Flaggen verteilt haben. Bei manchen stand sogar ein Name drauf, welchem Soldat man damit praktisch gedenkt. Einige Leute waren komplett in Nationalfarben angezogen, oder hatten irgendwelche passenden T-Shirts an. Um 2 Uhr ging das Spektakel dann los und überall war Polizei und so weiter. Hauptsächlich waren da "Musikvereine" , so wie man das auch bei uns kennt, nur wesentlich größer und professioneller und auch irgendwelche Wagen, die dann so übertrieben geschmückt waren. Auf einem Wagen, haben einige Männer ohne Beine in Rollstühlen gesessen. Das war auch ziemlich krass. Aber ich werde sehr bald noch die Bilder dazu hochladen, dann kann man sich das glaube ich besser vorstellen. Irgendwann war es uns zu heiß und wir sind dann gegangen. Waren noch im Hard Rock Café und bei Frozen Yogurt und danach gings heim. Anstrengender Tag und abends waren wir dementsprechend fertig. Dann war das verlängerte Wochenende mit Isi auch schon vorbei und am Dienstagmorgen wurde sie von ihrer Gastfamilie abgeholt. Ging natürlich wieder viel zu schnell rum, aber es ist geplant, dass ich sie noch in Connecticut besuche :)
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