Als Lisas Familie dann wieder aus dem Urlaub zurück war, konnten wir dann endlich mal unsere Reisepläne festmachen. Haben beide dieselbe Woche frei bekommen, also geht es vom 27. Juli bis zum 2. August naaaaach MIAMI :) Ich wollte auf jeden Fall im Sommer noch in Urlaub und da in Miami im Sommer Nebensaison ist, wegen der Hitze hat sich das perfekt angeboten. Außerdem kennen wir auch einige Leute die Miami im Juli ausgehalten haben. Flug und Hostel sind gebucht. Das Hostel wurde uns von vielen empfohlen, weil dort wohl nur junge Leute hingehen und die wohl auch einiges anbieten und organisieren. Es war sehr günstig, Nachteil ist allerdings: Wir sind in einem Zimmer mit insgesamt 8 Mädels. Bin mir aber sicher, dass wir ins Zimmer nur zum Schlafen gehen. Die Vorfreude ist groß :)
Letztes Wochenende war also Independence-weekend. Freitagabend waren wir bei Kim, weil sie eine Poolparty gemacht hat (Ihre Hostfamily waren in ihrem Beachhaus). War sehr gut, hatten jede Menge zu Essen, weil jeder was mitgebracht hat. Der Pool und der Whirlpool waren offen und es war ein sehr guter Abend. Samstags hab ich mich allerdings dann irgendwie krank gefühlt, hatte Kopfschmerzen und mir war schon den ganzen Tag kalt. Hab dann in der Nacht auch gar nicht geschlafen und festgestellt, dass ich Fieber habe. Für Sonntag hatten wir eigentlich so viele Pläne, aber das konnte ich dann alles vergessen und hab stattdessen den Tag im Bett verbracht. Da es mir echt nicht gut ging, hatte ich auch irgendwie Heimweh. Das war echt so der erste Moment, wo ich einfach nur Zuhause sein wollte. Glücklicherweise ging es mir abends dann schon besser und da ich einfach nicht mehr gelangweilt im Bett liegen konnte, bin ich zu Debora gefahren und wir haben dort mit Lisa einen Film geguckt. Wir haben dann auch bei ihr übernachtet, weils wir ja am nächsten Tag nach DC wollten und sie einfach näher wohnt. Wir hatten alle Sachen zum Essen eingekauft, weil wir dort sowas wie ein Picknick machen wollten. Am 4. Juli sind wir dann schon um 10 Uhr oder so los und haben uns dann dort die Parade angeguckt. War eigentlich so ziemlich dasselbe wie an Memorial Day, vlt ein bisschen besser. Klar hatten einige Leute die Nationalfarben an, aber ich hätte irgendwie mehr erwartet. Danach sind wir mit ein paar anderen AuPairs, die wir dort getroffen haben, zur National Mall und haben uns dort einen Platz im Schatten gesucht. Hatten Decken und so weiter dabei und dann haben wir dort die nächsten paar Stunden verbracht. Überall waren Essensstände und Bands haben gespielt, es gab kostenloses kaltes Wasser, was wohl am Besten war, da es mal wieder extrem heiß und schwül war. Abends sind wir zum jährlichen "National concert" gegangen, wo Jordin Sparks und noch andere in den USA bekannte Leute gesungen haben. Obwohl wir glaube ich über eine Stunde vorher dort waren, war es schon so voll, dass man kaum noch einen Platz bekommen hat, wo man was sehen konnte. War aber trotzdem sehr gut, da dort irgendwie eine besondere Stimmung war. Als Jordin Sparks die Nationalhymne gesungen hat, sind echt alle aufgestanden, hatten ihre Hand auf der Brust und manche waren kurz davor zu weinen, hatten Tränen in den Augen. Was ich immer lustig finde, ist wenn dann so Reden gehalten werden vonwegen "Jaaa, Danke an unsere Vorväter, denen wir es zu verdanken haben, dass wir heute frei auf der Straße gehen können und glauben können was wir wollen blabla". Können alle anderen Menschen in Europa usw. natürlich nicht! ;) Nach dem Konzert gabs dann das große Feuerwerk, von dem ja jeder schon vorher geschwärmt hatte. Es war auch echt gut und ging wirklich ewig. Vor allem die Kulisse war natürlich super vorm Washington Monument. Danach sind natürlich alle Leute zur Metro gestürmt und es war so mega viel los auf den Straßen und die nächstgelegene Metrostation war einfach nur abnormal überfüllt. Deswegen sind wir etwas weiter gelaufen und in Chinatown konnten wir dann auch gleich die erste Metro Nachhause nehmen. War einfach nur tot nach dem Tag. Alles in allem war der 4th of July schon gut, aber ich hätte mir irgendwie doch etwas mehr erwartet.
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