Dienstag, 16. August 2011

Miami

Am Mittwoch, den 27. Juli ging es also endlich los nach Miami. Hab am Abend vorher bei Lisa übernachtet, weil es von ihrem Haus näher zur Metrostation ist. Nach dem Frühstück ging es dann los. Zum Glück kommt man mit der Metro echt einfach nach DC zum Flughafen. Die Sicherheitsvorkehrungen  an amerikanischen Flughäfen sind definitiv strenger. Jeder muss die Schuhe ausziehen und auf dem Weg von Miami zurück nach DC mussten wir dann auch durch den Nacktscanner. Der Flug war knapp über zwei Stunden und so waren wir gegen 14 Uhr in Miami. Wir wussten noch nicht so genau wie wir zum Hostel kommen würden, aber Taxi war sogar noch ein paar Dollar günstiger als der Flughafenshuttle und definitiv schneller. Mit dem Taxi sind wir dann nochmal vlt 30 - 40 Minuten nach Miami Beach, wo unser Hostel war gefahren. Das Wetter war am ersten Tag erstmal eine Enttäuschung. Es war zwar schwül warm, aber die Sonne hat man gar nicht gesehen. Positiv war aber auf jeden Fall die Lage unseres Hostels, nämlich direkt am Meer. Wir mussten nur die Straße überqueren und waren am Strand. Weniger toll war das Hostel allerdings als es ums Einchecken ging. Die nicht sehr freundliche Frau an der Rezeption hat uns dann erstmal erzählt, dass wir ja angeblich nur ein Bett für eine Person gebucht haben. Ich hatte dann irgendwie schon Panik bekommen und wirklich gezweifelt, ob wir vlt einen Fehler gemacht haben. Zum Glück hatten wir unsere Laptops dabei und konnten ihr dann die Bestätigungsmail von Hostelworld (die Website über die wir das Hostel gebucht haben) zeigen, die definitiv gezeigt hat, dass wir für 2 Personen gebucht hatten. Die gute Dame war weiterhin unfreundlich und hat fast so getan, als wäre die ganze Sache unsere Schuld gewesen. Sie meinte dann auch dass sie gaaaar keine Betten mehr für das ganze Wochenende frei haben, aber dass sie versucht irgendwas zu organisieren. Später hat sie uns dann gesagt dass einer von uns in einem Männer-und-Frauen-gemischt-10-Bett-Zimmer schlafen muss. Wir hatten ein 8-Bett-Frauen-Zimmer gebucht. War dann ziemlich blöd, auch weil wir uns ja einen Koffer geteilt haben. Letztendlich konnte Lisa dann doch die ersten 3 Nächte in meinem Zimmer schlafen, weil jemand abgesprungen ist. Die letzten 3 Nächte musste sie dann halt im gemischten Zimmer verbringen, was aber vlt noch besser als meins war. Ich hatte nämlich das Glück mit vier nervigen Spanierinnen zusammen schlafen zu müssen. Sie konnten kein Wort Englisch und waren einfach total egoistisch. In der ersten Nacht mussten sie sich (warum auch immer) nachts um 4 Uhr den Wecker stellen - jede einzeln -, in aller Ruhe und ohne leise zu sein fertig machen und dann letztendlich sogar noch in normaler Lautstärke telefonieren. Also alles in allem haben sie keinerlei Rücksicht auf irgendjemanden genommen. Das Zimmer war okay, aber das Badezimmer war ekelhaft. Sand war so ziemlich überall, aber ich hatte mich dann am Schluss schon fast dran gewöhnt. Sehr gut hingegen war, dass wir Meerblick hatten. Frühstück war auch eher erbärmlich: für jeden ein mini Becher mit nach-nichts-schmeckenden Cornflakes + 2 Scheibchen Toasts + mini mini Becher Orangensaft. Wir haben einmal nachgefragt, ob wir nochmal Cornflakes haben können, aber die ausschließlich spanischsprechende Housekeeperin hat uns deutlich zu verstehen gegeben, dass so etwas nicht möglich sei. Ich hatte das Gefühl in ganz Miami wäre es nicht nötig gewesen Englisch zu sprechen, solange man Spanisch kann. So viele Leute haben nur Spanisch gesprochen und jedes Schild wurde noch in Spanisch übersetzt. Miami Beach und vor allem der Ocean Drive (laut Reiseführer eine der bekanntesten Straßen überhaupt) waren sehr cool. Die Kombination aus ewig langem Sandstrand + Meer + Palmen + Skyline ist auf jeden Fall gelungen :) Der Ocean Drive ist einfach eine sehr lange Straße mit jeder Menge Restaurants und Bars. Man kann da einfach entlanglaufen und wird alle 2 Meter angesprochen, oder kriegt einen Flyer für irgendein Menü in die Hand gedrückt. Was ganz typisch für den Ocean Drive war, sind Cocktails in riesen Gläsern. Hat aber auch einer 20 Dollar gekostet. Außerdem ist am Ocean Drive echt immer was los. Egal ob man da morgens um 11 entlang läuft, oder nachts um 2. Die Leute sind immer am trinken und Party machen. Auch das Wasser war perfekt: kein Dreck, oder irgendwelche Tiere und einfach angenehm warm. Man hat nicht jede Menge Überwindung und dann noch 10 Minuten Gewöhnungszeit gebraucht, sondern konnte einfach ins Wasser hüpfen. Aber an heißen Tagen, hätte man es manchmal fast ein paar Grad kühler gebrauchen können.
Wir haben dann am ersten Tag das Wetter gecheckt, weils an dem Tag dann irgendwann noch angefangen hatte zu regnen und es sah auch für den Rest der Woche nicht so prickelnd aus. Zwar heiß, aber immer mit Gewitter und Regen. Wir haben dann irgendwie voll Panik bekommen, weil wir dachten dass wir uns bei dem Wetter sicher nicht den ganzen Tag an den Strand legen können. Also haben wir dann aus Verzweiflung ganz viele Touren gebucht. Freitags ging es los mit der Tour zu den Everglades (Für alle die es nicht wissen: Nationalpark in den USA). Sind morgens mit dem Bus von South Beach zu  den Everglades gefahren und im Bus wurde einem schonmal schön Trinkgeld abkassiert und immer wieder freeundlich darauf hingewiesen, dass man doch bitte noch mehr Trinkgeld geben sollte ... nö. Nach 30/40 Minuten Fahrt waren wir endlich angekommen und dort haben sie dann wieder versucht einem überteuertes Mückenspray anzudrehen. Danach ging es mit einer kleinen Gruppe auf ein Art Luftboot, mit dem wir dann durch die Everglades gefahren sind. Wir hatten einen coolen, alten Tourguide, wie man auch auf den Bildern sieht (aber auch er wollte Trinkgeld, was ihn am Schluss doch wieder etwas unsympathisch gemacht hat^^). Irgendwie hatte ich erwartet, dass man super viele Krokodile und Alligatoren sehen würde, aber letztendlich haben wir nur drei gesehen, was dann etwas lahm war. Aber die Landschaft war auf jeden Fall super schön. Nach der Bootstour ging es dann zur Tiershow. Da wurden einem halt einfach schnell, schnell ein paar wilde Tiere gezeigt und der Typ hat ein paar Kunststückchen mit dem Alligator gemacht. Und letztendlich konnte man dann noch für 3 Dollar ein Bild mit einem Alligatorbaby machen (Jaaa, auch wir haben es getan^^). Also die ganze Tour war sehr touristisch ausgelegt. Ich bin froh, dass wir es gemacht haben. Ich meine wenn man schonmal in Miami ist, aber es war jetzt nichts super aufregendes.  Der nervigste Part kam erst am Schluss, als unser Bus mitten auf dem Highway dann anhalten musste, weil er überhitzt war. Nach 20 Minuten warten in der Hitze, meinte der Busfahrer dass alles wieder gut sei und wir konnten wieder starten, aber nach wenigen Metern mussten wir wieder anhalten. Irgendwann wurden dann zwei andere Busse gerufen, die uns dann einsammeln sollten. In den ersten durften nur Familien mit Kindern und alte Menschen (ich musste irgendwie an Titanic denken^^) und im zweiten Bus mussten wir stehen, weil er schon voll war. Am Abend sind wir noch mit dem öffentlichen Bus nach Miami Downtown gefahren. Dort gab es einen sehr schönen Platz am Hafen, mit Restaurants, Geschäften und irgendwelchen Ständchen. Außerdem waren dort auch das Hardrockcafé + Hooters. Wir haben dann dort beim Essen den Sonnenuntergang vor dem Hafen, wo die ganzen Yachten liegen, beobachtet, was sehr schön war :)
Am Samstag haben wir eine Hop-on-Hop-off-Bustour gemacht. War ziemlich gut mal noch mehr von Miami Beach und Miami (zwei unterschiedliche Städte) zu sehen und auch mal etwas mehr darüber zu hören. Auf unserer Tour haben wir mega Häuser + Yachten gesehen und auch einige Stars haben Häuser in Miami. Nach der Tour war ich aber so dermaßen am Ende. Das Wetter war nämlich gar nicht wie erwartet, sondern einfach nur krankhaft heiß und schwül. Im Bus konnte man kaum auf den Plätzen sitzen, weil es einfach zu heiß war und ich hatte mich bereits gut verbrannt.
Sonntags hatten wir dann noch einen Tagesausflug nach Key West. Der Bus sollte schon um viertel vor 7 am Hostel sein, war aber erst um halb 8 oder noch später da. Mit uns haben noch zwei andere deutsche Mädels aus unserem Hostel gewartet und wie sich dann herausgestellt hatte, waren die beiden aus dem guten alten Worms und wir kannten sogar gemeinsame Leute. Die Fahrt nach Key West war wesentlich länger gedacht und so waren wir nach Pause beim Frühstücksbuffet-Haus erst gegen halb 1 dort. Die lange Fahrt war zum Glück, dank Schlaf und grandioser Aussicht auf Meer + Natur erträglich. Auch Key West war super schön. Wir haben uns dann so die typischen Touristensachen angeguckt. Natürlich auch den südlichsten Punkt in den USA, wo man 15 Minuten in der krankhaften Hitze anstehen musste um dann völlig verschwitzt ein Bild machen zu dürfen (Ich glaube das war mein schlimmster Hitzemoment in dem Urlaub, in dem Jahr und vlt sogar in meinem Leben, wer weiß^^. Außerdem haben wir noch einen extrem guten Key Lime Pie gegessen, für den Key West bekannt ist. Um halb 6 ging es dann wieder völlig erschöpft mit dem Bus zurück.
Die restlichen Tage haben wir dann größtenteils am Strand verbracht. Zum Thema Feiern: Kann man in Miami definitiv gut, aber haben wir eigentlich nicht wirklich gemacht. Es gibt definitiv Möglichkeiten auch unter 21 wegzugehen, aber sehr kostspielig. Uns wurde gleich am Anfang empfohlen, ein paar Dollarscheine unter den Ausweis zu legen, sodass man dann von den Türstehern reingelassen wird. Wir haben mehrmals VIP-Bänder von Promotoren bekommen, aber auch die nicht wirklich genutzt. Meiner Meinung nach war es einfach zu heiß, sodass man am Abend eigentlich trotz Nichtstun immer total müde und erschöpft war und es war zu teuer. So viel war es mir einfach nicht wert. Außerdem war es fast schon ausreichend einfach am Ocean Drive entlang zu laufen.
Auf dem Rückflug war leider etwas nervig, dass wir ewig lange im Flugzeug warten mussten, bis der Copilot da war. American Airlines hatte vergessen unserem Flug Pilot und Copilot zuzuteilen, weswegen wir gewartet haben, bis der Copilot von seinem Haus am Flughafen war.
Es war ein sehr schöner Urlaub und ich bin froh, jetzt auch mal in Miami gewesen zu sein. Wenn ich irgendwann mal viel Geld haben sollte, dann werde ich definitiv nochmal hinfliegen. Beim nächsten Mal dann aber in ein fettes Hotel mit allem was dazu gehört.

Übrigens für alle, die hier mitlesen: Mein "eigentlicher" Blog ist http://misseswonder.jimdo.com/ (Passwort: oreo), wo ich auch immer die ganzen Fotos usw. hochlade. Also wer Bilder sehen will, sollte es mal mit dem anderen Link versuchen.

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